Dienstag, 5. Januar 2016

Ich melde mich zurück!


Liebe Mitleserinnen und Mitleser,

wir leben noch! Ich und wir. Zwar liegen wir noch mollig eingepackt in Kistchen, was ja im Winter nicht das schlechteste ist, Bären, auch die mit einem blauen Schal um den Hals, machen gerne Winterschlaf; doch es gibt uns noch. 

Was ist in den vergangenen Zeiten geschehen? Nun gut, eines Tages wurden wir, ich, Casimir, Caspar, Carlchen mit C und die Schäfchen, in weiches Papier eingewickelt, dann in bunt bestickte Stoffbeutelchen platziert und schließlich in besagte Kistchen verfrachtet. 

Warum? Es lag daran: der Dingefinder, der uns nacheinander fand, fand auch etwas anderes. Das meint, er packte alle seine Sieben- bis Hundert Sachen in Kartons, Kisten und Kistchen und dann diese Kartons, Kisten und Kistchen in ein Fahrzeug, schloss die Tür zum KleinHäuschen und dann die Gartenpforte und verschwand mit allem.

Wie ich vernahm, ging es mit uns nach einem Ort namens Fredelsloh. Doch noch weiß ich es nicht wirklich, denn ich bin ja noch nicht ausgepackt und schlafe sozusagen meinen Kleinen Bären mit Blauen Schal um den Hals - Winterschlaf. Doch sobald ich mehr über alles in Erfahrung bringen kann, über das wie, das wo, das warum  -  dann werde ich wieder über meine und unsere Abenteuer berichten, versprochen,

Euer Casimir

Donnerstag, 2. Mai 2013

Es ist viel geschehen. . .

. . . der letzten Zeit.

Drei beim Ei: Casper, Carlchen mit C und Casimir
Ich war noch ganz erfüllt von den tausend und einer Geschichten, die mir Casper von seiner langen Reise in das KleinHäuschen erzählte, da bekamen wir den dritten im Bunde dazu. Ein kleiner etwas schmutziger Kerl mit gewöhnungsbedürftigen Manieren und Ausdrücken. Als er hörte, das wir Casper und Casimir hießen, und wir ihm erklärten, was es mit dem "C" auf sich habe, entschloss er kurzerhand sich uns als Carlchen mit C vorzustellen.

So ging das Geschichtenerzählen weiter, das mir ganz schwindelig wurde. Ich hoffe, dass ich mit dem Erzählen hier noch nach komme. Sobald ich mich in meinem Kopf ein bisserl sortiert habe, geht es weiter, und Euch allen wünsche ich erst einmal einen schönen Mai, einen satten, duftigen, überschäumenden Wonnemonat,


                                                                                                                                       Euer Casimir

Mittwoch, 30. Januar 2013

Big Apple


Beim "Big Apple", dem großen Apfel. . . Es ist ja so, dass sich die Ereignisse ereignen, wie es gerade kommt. Und so kommt es, dass ich kaum nachkomme mit dem Erzählen. Doch so viel sei versprochen: Es geht sicher weiter! 

Liebe Grüße von Casimir, Carlchen mit C und Caspar

Donnerstag, 10. Januar 2013

Warum aus Kasimir Casimir wurde

Mein neuer Freund Casper
Da waren wir beide nun. Unser Finder hatte sich in den Garten begeben, ich konnte ihn durch das große Atelierfenster werkeln sehen. Er schnitt mit einer Rosenschere an den Bäumen herum und war ganz vertieft in diese Aufgabe, und es hatte nicht den Anschein, dass er alsbald ins KleinHäuschen zurückkehren würde.

Ich schaute ihn an, meinen neuen Freund, er schaute zurück. Er schaute mich an mit seinen großen Kulleraugen, und ich schaute zurück. So ging das eine Weile hin und her. Er schaute, ich schaute, ich schaute, er schaute. Zwischendurch klappte einer von uns den Mund auf, als wolle er etwas sagen, dann klappte er den Mund wieder zu, denn es wollte kein rechtes Wort gelingen. Dann versuchte es der andere. So ging das: Schauen, aufklappen, zuklappen. Ich wusste nicht, wie es ihm erging, doch ich hatte lange nicht mehr, ja, vielleicht niemals, mit einem Wesen meinesgleichen gesprochen, einem gefundenen kleinen Wesen.

Mit meinem Finder konnte ich mich mittlerweile verständigen. Das heißt nicht, dass wir beide miteinander sprechen würden. Also nicht so, wie mein Finder beispielsweise mit seiner Liebsten sprach, die ihn dann und wann in seinem KleinHäuschen besuchte, oder mit Rolf, oder den anderen, die zu ihm kamen. Es ist anders. Ungefähr so: Ich denke mir etwas, was ich gerne meinem Finder mitteilen möchte. Ich denke es so lange, bis er es selber auch denkt. Dann murmelt er meistens das von mir zu ihm gedachte vor sich hin, etwa als eine zu sich selbst gestellte Frage, und dann antwortet er darauf. So können wir einige Zeit miteinander „sprechen“. Ich weiß nun nicht, ob mein Finder weiß, dass er mit mir spricht, vielleicht vermeint er auch, mit sich selber zu sprechen, er ist mir oft ein Rätsel. Für mich funktioniert es jedoch, diese Art des miteinander Redens.

Mit meinem neuen Freund war das anders. Mit ihm, das wusste ich, konnte ich so reden, wie es mein Finder mit seiner Liebsten und seinen Freunden tat. Nur war ich einfach schüchtern. Mein neuer Freund hatte so etwas Edles und Kluges an sich, und ich war doch nur ein kleiner gefundener Bär mit einem blauen Schal um den Hals. Das war es, was mir die Sprache verschlug.

Nachdem wir eine ganze lange Weile uns angeschaut hatten und unsere Münder auf- und wieder zugeklappten, faste ich mir schließlich ein Herz, denn es war nicht abzusehen, wie lange unser Finder noch bei seinen Bäumen verweilen würde. „Hallo!“ sagte ich, denn etwas besseres fiel mir gerade nicht ein. Mein Gegenüber zuckte merklich zusammen, er hatte wohl insgeheim nicht mehr damit gerechnet, dass ich noch sprechen würde, oder vielleicht auch hatte er eine Art Bärenbrummen von mir erwartet und kein verständliches Wort. Dann sagte er mit seiner sanften Stimme, die ich nun das erste Mal hören sollte: „Oh, dir auch ein Hallo, du nettes Wesen, du“. Nun war erst einmal dies geklärt: Wir sprachen die selbe Sprache. Er konnte mich verstehen, und ich konnte ihn verstehen.

Zwei Freunde lernen sich kennen
Ich heiße Kasimir“, sagte ich dann, um einen Anfang zu machen. „Oh, welch schöner Name, du nettes Wesen, du. Kasimir, das klingt wie eine Wohltat in meinen Ohren. Mein Name ist ein einfacher, ich heiße Caspar.“ „Oh!“ rief ich, „Kasper ist aber doch auch ein schöner Name, und ein berühmter dazu!“ Ich wollte wirklich höflich sein, denn er gefiel mir ausnehmend in seiner sanften, ruhigen Art, und außerdem war er mein neuer Freund. Oder sollte es zumindest werden. Ich ging so felsenfest davon aus, dass er mein neuer Freund sei, das ich ganz erschrocken war, als er nach meinen Worten tieftraurig guckte. Was war nur los mit ihm? Es schien, als würde er nach diesem so hoffnungsvollem Gesprächsbeginn sich wie eine Auster wieder zuklappen, ganz fest, und die schon zu sehende glänzende Perle verschwand vor den Augen. Klapp!

Was war nur los? Mir schien es, dass ich wohl etwas nicht richtig gemacht hätte, nur war mir ganz unverständlich, was das sein könne. Vielleicht war es ja auch einfach nur so, dass so ein feiner Mensch, mit goldenem Topf und goldenem Turban, sich nicht so einfach zu einem kleinen gefunden Bären mit einem blauen Schal um den Hals herabließ. Ich versuchte es noch einmal: „Hallo Kasper, schön, dass du da bist!“ Nun bemerkte ich, wie er beim Aussprechen des Namens „Kasper“ förmlich zusammen zuckte. Da musste irgendetwas nicht stimmen.

Wieder stand er da, stocksteif und schweigend und irgendwie „austerig“ zugeklappt, und ich wollte ihn doch so gerne zum Freunde haben. Ich versuchte es ein letztes Mal: „Du“, sagte ich, „wenn ich irgendwas nicht recht verstanden habe, dann sei so gut, und sage es mir.“

Er schaute mich an, und ich sah, dass er mit sich rang. Schließlich kam es aus ihm heraus: „Du nettes Wesen, du, ich bin des Glaubens nicht, das du ein Böser wärest, und so möchte ich dir verzeihen. Jedoch ist meines Namens Kasper nicht, das wäre denn eine rüpelhaftige Figur, und meiner nicht würdig. Ich denn bin zauberischen Geblütes, meine Mutter war eine Zauberin, meine Großmutter desgleichen, und auch mein Vater und meines Vaters Vater waren Zauberer. Dort wo meine ach so verlorene Heimstatt war, galten die Zauberinnen und Zauberer wie andernorts die Königinnen und Könige. Mein Name ist Caspar, du nettes Wesen du, und der augenscheinlichste Unterschied wäre, dass hier sehr wohl ein `C´ am Anfang stehe, und kein so krachend klingendes `K´.“ Nach dieser so eindrucksvollen Rede schaute er mich eindringlich an, so eindringlich, wie er es mit seinen sanften Augen nur vermochte.

Das war es also! Das war ja nun misslich und bestimmt kein guter Beginn, und in meinem Bärenkopf kreisten die Gedanken in absurder Schnelligkeit, dass mir fast schwindelig wurde, und ich wusste nicht, was da jetzt zu tun sei. Doch dann schoss es mir wie ein Blitz durch meinen Bärenkopf, und ich wusste, was ich zu sagen hatte, und das tat ich dann auch: „Wenn du Caspar statt Kasper heißt, dann möchte ich, der kleine Bär mit dem blauen Schal um den Hals, nicht länger Kasimir heißen. So bitte ich dich, mich Casimir mit `C´ zu nennen. Können wir Freunde sein, verehrter Sohn einer Zauberin und eines Zauberers?“ Das konnten wir nun, wie das freudige Aufblitzen in seinen Augen mir sofort verriet, und wir wurden es. Und so kam es, dass ich statt Kasimir nun Casimir hieß.

Sonntag, 6. Januar 2013

Die drei hohen C nach dem Dreikönigssingen

Caspar, Casimir und Carlchen mit C (von links nach rechts) verschwanden nach dem Singen im Kristallwald. Heißt es. Noch lange hallte ihr Lalü nach. . . 


Nun singen wir ein Winterlied
lalü lalü lalü

Wir singen schön und schräg
lalü lalü lalü

Auch Casimir brummt sinnig mit
brabrü brabrü brabrü

Dann machen wir uns wieder auf den Weg
lalü lalü lalü